• Verkehrssicherheit, Lebensrettung, Absicherung Veranstaltungen, Betreuungsdienste, Überwachungsaufgaben. Sicherheit bei Verstanstaltungen

Schön, dass Sie uns besuchen und sich dafür interessieren, was wir machen! Gerne bringen wir Ihnen unseren Hilfsdienst hier etwas näher.
Goethes Ermahnung stand Pate bei der Gründung unseres Vereins. Sie stellt bis heute die Richtschnur für unsere nun schon mehr als 30 Jahre andauernde ehrenamtliche Tätigkeit im Dienste der Allgemeinheit dar.

 
1989 reifte in einer örtlichen Gruppe von Amateurfunkern die Idee, eine Vereinigung ins Leben zu rufen, die sich zum Leitmotiv ihrer Tätigkeit macht, den Mitmenschen selbstlos zu dienen, sie vor Gefahren zu schützen und ihnen in Notsituationen hilfreich zur Seite zu stehen. Die Mitwirkung in ihr sollte jedermann offen stehen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Bildung, beruflichem Stand, politischer und religiöser Überzeugung. Sie sollte aber keine Konkurrenz zu den öffentlichen Sicherheits- und Ordnungsorganen und den bereits bestehenden Hilfs- und Notdiensten sein, sondern deren Tätigkeit kooperativ unterstützen und ergänzen.

Auf Bundesebene gab es damals unter dem Namen "Deutscher Hilfdienst e.V." einen Verband mit Landesgruppen in verschiedenen Bundesländern.  Seine Ziele deckten sich mit den Vorstellungen der hiesigen Initiatoren, allerdings fehlte bis dahin eine lokale Gruppe dieser Organisation. Die gesetzten Ziele vor Augen gründeten 25 Personen aus dem Kreis der CB-Funkergruppe Aschaffenburg am 18. Juni 1989 die “Kreisgruppe Aschaffenburg des Deutschen Hilfsdienstes e.V.” unter der Schirmherrschaft des DH-Landesverbandes Baden Württemberg e.V. und seines 1. Vorsitzenden Harald Speidel. Zum 1. Vorsitzenden des neu gegründeten örtlichen Vereins wählten die Mitglieder den Berufskraftfahrer und CB-Funkamateur Reinhard Mostbeck aus Aschaffenburg. Er ist kontinuierlich bis heute 1. Vorsitzender des UHD.

Alle Mitglieder verfügten als Amateurfunker über die notwendige Ausrüstung für eine reibungslose Kommunikation untereinnder bei den künftigen Einsätzen. Somit konnte sofort damit begonnen werden, die Dienste des Vereins den Veranstaltern von öffentlichen Ereignissen wir Konzerten, Festen und Sportveranstaltungen anzubieten. 
Das Angebot fand sogleich große Resonanz. Es bestand großes Interesse und ein großer Bedarf, bei solchen Veranstaltungen die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung durch bürgerschaftliches Engagement gewährleisten zu  und dadurch die Sicherheitsorgane und Notdienste entlasten zu können. So waren die Aktiven des Vereins vom Start weg gut ausgelastet.

Nach einem Dreivierteljahr der Vereinstätigkeit zeigte sich allerdings, dass die Statuten des Deutschen Hilfsdienstes e.V. zu wenig den lokalen Notwendigkeiten und Möglichkeiten entsprachen und darüber hinaus der an den Dachverband abzuführende Beitrag die finanzielle Leitungsfähig des Kreisverbandes Aschaffenburg überstieg. Deshalb beschloss die Jahreshauptversammlung am 10. März 1990 mit der Mehrheit der Stimmen der erschienenen Mitglieder, dass die Kreisgruppe Aschaffenburg e.V. aus dem Deutschen Hilfsdienst e.V. austritt und künftig als unabhängiger gemeinnütziger Verein unter dem Namen “Unterfränkischer Hilfsdienst Aschaffenburg e.V.” (UHD) weitergeführt wird. Der in der Satzung festgelegte Vereinszweck blieb unverändert beibehalten.

In der Folgezeit sorgten die aktiven Vereinsmitglieder unter anderem für die Absicherung einer Bergrallye im Spessart, eines Autoslaloms des ASC Aschaffenburg auf dem Volksfestplatz in Aschaffenburg, bei dem sie die Streckenposten stellten und für die Versorgung mit Speisen und Getränken sorgten, und eines Kinder-Go-Kart-Rennens des ASC. Daneben beteiligten sich Mitglieder des UHD an der Bergung eines Bootes und an  Übungen des Kreisverbandes Aschaffenburg des Bayerischen Roten Kreuzes, bei denen z.B. ein Busunfall simuliert und die Rettung verletzter Personen geübt wurde.

Die Sicherungsaufgaben nahmen in den folgenden Jahren immer größeren Umfang an. Die Dienste des UHD wurden für die Absicherung von großen Events mit überregionaler Bedeutung und Zuschauerandrang angefordert, unter anderem bei Auftritten internationaler Stars in Aschaffenburg wie Johnny Cash am 11. September 1995, Max Greger im Oktober 1995, Elton John am 8. Juli 1997, Whitney Houston am 11. Juli 1998, Luciano Pavarotti am 15. Juli und Eros Ramazotti am 2, Juli 2000 und vielen anderen mehr.

Regelmäßig wurden die Dienste des UHD zur Absicherung der Aschaffenburger Faschingsumzüge, des von der HypoVereinsbank ausgerichteten HVB-City-Laufs (Halbmarathon) quer durch die Innenstadt von Aschaffenburg, der Kinder-Kultur-Tage im Nilkheimer Park und der Handballspiele des TVG Großwallstadt in der Unterfrankenhalle, heute f.a.n. Frankenstolz-Arena, angfordert.  Die Absicherung der Faschingsumzüge, der Kinderkulturtage und von Veranstaltungen in der f.a.n.-Arena gehören bis zum heutigen Tag zum festen Einsatzbereich des UHD.
Neben dem Sicherheitsdientst stellte sich der UHD schon bald einer weiteren und neuen Aufgabe und Herausforderung. Aus zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung und aus dem Erfahrungsaustausch mit anderen Hilfsdiensten ergab sich die Erkenntnis, dass viele Mitbürger außer Stande waren, sich selbst mit notwendigen Medikamenten zu versorgen. Insbesondere gab es viele alleinstehende Personen ohne eigenen Pkw, aus altersbedingten Gründen oder wegen Krankeit in ihrer Mobilität eingeschränkte oder am Wochehende erkrankte Personen, die die Medikamente nicht selbst in der Apotheke abholen konnten.

Um diesem Notstand abzuhelfen, richteten wir getreu unserem satzungsgemäßen Vereinszweck ab Juli 1990 einen mobilen Medikamentennotdienst ein. Von Freitag 22:00 Uhr bis Sonntag 22:00 Uhr konnte ein Bereitschafsdienst telefonisch angefordert werden. Der Notdienst wurde auch sofort rege und von den betroffenen Mitbürgern gern in Anspruch genommen.

Mitglieder des Vereins holten bei den Hilfesuchenden die Rezepte ab, fuhren zur Apotheke, nahmen die Medikamente in Empfang und brachten sie ins Haus. Die Hilfeleistung erfolgte kostenlos, nur die üblichen Zuzahlungen zu den verordneten Medikamenten und eine eventuelle Nachtgebühr der Apotheke mussten bezahlt werden. Die Fahrten führten die Mitglieder anfangs mit ihren eigenen Privat-Pkws durch. Erst ab November 1997 stand ein vereinseigenes Fahrzeug dafür zur Verfügung, eine Spende des Autohauses Ford Thomas aus Aschaffenburg. 2004 wurde es durch ein anderes Fahrzeug abgelöst, das die Fa. Mercedes Kunzmann aus Aschaffenburg dem UHD gespendet hatte.

Aufgrund geänderter Rechtslage und infolge schwindender Mitgliederzahlen bei stark steigenden Kosten und ausbleibender Förderungen musste der Medikamentennotdienst zum Leidwesen der betroffenen Bürger und der Vereinsmitglieder im Oktober 2005 aufgegeben werden.

Das bedeutete aber keineswegs das Ende des UHD. Von Beginn an ist er seit nunmehr über 30 Jahren ein verlässlicher Partner für öffentliche und private Veranstalter, wenn es darum geht, bei Konzerten, Festveranstaltungen, Umzügen, sportlichen Ereignissen u.ä. Hand in Hand mit Polizei, Feuerwehr, Rotem Kreuz, THW und anderen Hilfs- und Notdiensten Gefahren für die Allgemeinheit vorzubeugen und abzuwenden und Sicherheit und Ordnung aufrecht zu erhalten.

Wenn Sie mehr über unsere Geschichte erfahren möchten, besuchen Sie bitte unsere Vereinschronik unter dem Menü "Über uns".

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